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Nahaufnahme eines Profils eines schwarzen Autos auf einer grauen Backsteinmauer.

Selma Schiller ist Literaturwissenschaftlerin und Journalistin und beschäftigt sich in ihrer Arbeit hauptsächlich mit Literatur, Kunst, Musik und kulturpolitischen Fragen. Als freie Autorin schreibt sie für das Feuilleton und das Wissenschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie als Kulturreporterin und Kritikerin für das Hamburger Abendblatt, außerdem war sie für die Kulturredaktion der taz tätig.

Ihr journalistisches Spektrum reicht von Reportagen und Porträts über kulturhistorische Essays bis hin zu Kunst-, Literatur- und Konzertkritiken. Als ausgebildete Pianistin bringt Schiller zudem eine eigene künstlerische Perspektive in ihre Arbeit ein. Sie studierte Klavier an der Musikhochschule Lübeck und am Royal College of Music in Stockholm – insbesondere ihre Konzertkritiken sind von dieser Verbindung aus musikalischer Praxis und kulturjournalistischer Beobachtung geprägt.

Parallel zu ihrer journalistischen Tätigkeit beschäftigt Selma sich auch wissenschaftlich mit dem Zusammenspiel von Literatur, Kunst und Gesellschaft. An der Universität Hamburg studierte und lehrte sie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Neuere Deutsche Literatur und war am DFG-geförderten Forschungsprojekt „World Genealogy“ beteiligt; an der Washington University in St. Louis vertiefte sie ihre Forschung als Max Kade Research Assistant am Department of Comparative Literature and Thought.

Seit Oktober 2026 setzt sie ihre akademische Arbeit im MSt Modern Languages an der University of Oxford fort, gefördert durch das Auslandsstipendium des DAAD sowie das Lidl Graduate Scholarship für herausragende akademische Leistungen der University of Oxford. Daran anknüpfend wird sie in einem geplanten Promotionsprojekt an der Humboldt-Universität zu Berlin untersuchen, wie deutschsprachige Gegenwartsromane unterschiedliche Formen von Liebe und Intimität als Schauplätze kultureller und gesellschaftlicher Machtverhältnisse erzählen.

Journalismus und Wissenschaft versteht sie dabei weniger als voneinander getrennte Bereiche denn als unterschiedliche Formen derselben Auseinandersetzung: Beide beginnen mit genauer Beobachtung, sorgfältiger Recherche und der Frage, wie sich komplexe kulturelle Zusammenhänge erzählen lassen, ohne sie zu vereinfachen.